Nürburg

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Man nennt sie „Krone der Eifelburgen“: Wer an klaren Tagen den Blick vom Bergfried aus über 700 Metern Höhe schweifen lässt, wird dieser Meinung zustimmen.

Im Mittelalter war die Nürburg die mächtigste aller Eifelburgen. Im Laufe ihrer wechselvollen Geschichte haben die Mauern so manchem Angriff widerstanden, bis sie gegen Ende des 17. Jahrhunderts von französischen Truppen völlig zerstört wurden.

In vorbildlicher Weise restauriert, zeugen heute die Überreste von einer strategisch durchdachten und baulich hervorragend umgesetzten Burgenarchitektur.

Der Blick vom Turm zeigt deutlich die Grundrisse der einstigen Größe: Es gab ein Schlachthaus, ein Brauhaus, ein Backhaus und mehrere Küchen. Der einstige Palas mit dem Rittersaal und der Waffenkammer, den Wohnräumen und den zahlreichen Bollwerken, Türmen und dem alles überragenden Bergfried bildeten im Mittelalter fast eine kleine Stadt für sich.

Die Burg präsentiert sich dem Besucher in mehreren so genannten Wachstumsringen. Die rechteckige Kernburg aus dem 12. Jh. bildet das Zentrum der Anlage und erscheint im staufisch-romanischen Stil. Sie wird von dem mächtigen runden Bergfried beherrscht, der den südlichen Teil der zur Schildmauer verstärkten Ringmauer schützte.

Sein hoher Eingang ist ein typisches Kennzeichen staufischer Burgbaukunst. Er führt in einen Raum, der von einem sechsteiligen Kreuzrippengewölbe überzogen ist. Die noch vorhandenen Reste eines Kamins und einer Abortanlage weisen auf einen Wohnraum hin.

Auf der nördlichen Längsseite und der östlichen Schmalseite der Ringmauer befanden sich weitere Wohngebäude. Umgeben war die Kernburg von einem aus Zwingermauern mit flankierenden Rundtürmen und einem Doppeltor unterbrochenen zweiten Ring, der zusätzlichen Schutz bot. Er stammt entweder aus dem Ende des 13. oder frühen 14. Jh., als die Nürburg in kurkölner Besitz kam. Im 14. /15. Jh. wurde ein dritter und letzter Ring um die Burg gelegt, der die südlich gelegenen Burgmannenhäuser schützte.

Von ihnen sind heute leider keine Spuren mehr vorhanden. Am Burgeingang finden sich jedoch Reste einer romanischen, erstmals 1202 erwähnten, einschiffigen Kapelle mit ehemals halbkreisförmiger Apsis. Ihr Mauerwerk wurde 1970 saniert. Es handelt sich hier um eine typische Burgbaukunst, wie sie häufig im 11. und 12. Jh. angewandt wurde.

Öffnungszeiten:

Karwoche – 30. September: 10 – 13 Uhr und 14 – 18 Uhr,
01. Oktober – 30. November + 1. Januar – Sonntag vor Ostern: bis 17.30 Uhr.
Im Dezember geschlossen.