Reichsburg Cochem

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Die mittelalterliche Burg wurde um das Jahr 1.000 erbaut und liegt hoch über der Mosel.

Diese Reichsburg mit Erkern und Zinnen gilt als die größte Höhenburg am Fluß.

Nach einem internen Streit um die Pfalzgrafenwürde besetzte der deutsche Stauferkönig Konrad III. (1138-1152) die Burg und beendete das pfalzgräfliche Reichslehen. Als erster Staufer auf dem deutschen Königsthron machte Konrad III. die Burg Cochem zu einer Reichsburg, die unmittelbar dem König unterstellt war. Als Burgverwalter wurden nun Reichsministeriale, die den Titel Burggraf führen durften, eingesetzt.

Im Jahre 1294 verpfändete der deutsche König Adolf von Nassau (1292-1298) die Burg an den Trierer Erzbischof und Kurfürsten Boemund I. von Warsberg (1289-1299). Seit dieser Zeit residierten dort die kurtrierischen Amtmänner. Unter der neuen Herrschaft bekam die ehemalige Reichsburg eine neue Bedeutung, sie wurde zur Zollburg.

Der Trierer Erzbischof und Kurfürst Balduin von Luxemburg (1307-1354) ließ zu diesem Zweck die Mosel mit einer schweren Kette abriegeln, um die Schiffe an einer unkontrollierten Durchfahrt zu hindern. Das Zugseil war unterhalb der Burg befestigt und konnte von den Burgmannen bedient werden. Zusätzlich ließ Balduin die Cochemer Stadtbefestigung erweitern und zusammen mit der im neugotischen Stil erbauten Burg zu einer starken Festung ausbauen.

Bis 1689 blieb Burg Cochem kurtrierischer Amtssitz, dann wurde sie im Pfälzischen Erbfolgekrieg von Truppen des Franzosenkönigs Ludwig XIV. ausgebrannt, mit Sprengkörpern unterminiert und anschließend gesprengt. Auch die Stadt Cochem wurde verwüstet. Die übriggebliebene Burgruine verblieb bis 1794 in kurtrierischem Besitz.

1868 erwarb der Berliner Kaufmann Louis Ravené die Ruine, der sie nach den verklärten romantischen Vorstellungen des 19. Jahrhunderts zur Märchenburg neu aufbaute. 75 Jahre war sie nun der Sommersitz der Familie Ravené. In dieser Zeit entstand die sehenswerte Kunstsammlung in den Räumlichkeiten der Burg.

Kurze Zeit im Besitz des Deutschen Reiches ist die ehemalige Reichsburg heute im Besitz der Stadt Cochem.

Bietet die Anlage schon vom Tal aus einen überwältigenden Anblick, so sind auch Rittersaal, Schloßkapelle, Speisesaal, Jagdzimmer und Kemenate einen Besuch wert.

Von der Burg hat man einen schönen Blick auf Cochem und die Mosel.

Sommeröffnungszeiten 2018

10.März – 04.November 2018

Burgführungen: täglich, 9.00 – 17.00 Uhr
Burgschänke: täglich, 10.00 – 18.00 Uhr

Englischsprachige Burgführung täglich um 12.00 und 15.00 Uhr.