Kabale und Liebe– Burgfestspiele Mayen

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Klassiker von Friedrich Schiller – Inszenierung: Rüdiger Pape

Das Hauptwerk des ”Sturm und Drang” war in Mayen zuletzt in einer Inszenierung von Hans-Joachim Heyse im Jahre 1988 zu sehen. Er eröffnete damit die erste Saison der Festspiele mit einem eigenen Ensemble.

Die Geschichte der unmöglichen Liebe von Luise und Ferdinand kann wohl als die deutsche Variante von “Romeo und Julia” gelesen werden. Ferdinand liebt Luise. Luise liebt Ferdinand.

Er ist adelig, sie ist bürgerlich, und die Eltern beider sind gegen diese Beziehung. So wird aus der Begegnung zweier Menschen die Bedrohung eines ganzen sozialen Gefüges. Kräfte verschieben sich, öffentliche und private Sphären verschwimmen, und auf einmal ringt jeder um die Entscheidungsgewalt über sein eigenes Leben.

Wie kann sich der einzelne positionieren, in einer Gesellschaft, in der Macht und Privilegien ungleich verteilt sind? Mit wie viel Radikalität begegnet man der repressiven Wucht einer Umgebung, die einen zurichtet und entmündigt?

Geschrieben auf der Schwelle zwischen Absolutismus und dem sogenannten “bürgerlichen Zeitalter” gibt das Trauerspiel die Fragen an uns weiter, in unsere heutige Umbruchszeit.

Wie zeitlos ist für uns die politische Ebene dieses Krimis um Machtmissbrauch und Korruption? Wie verstehen wir heute das Kind-Eltern-Drama im Ringen um das persönliche Glück? Welche Vorstellungen einer idealen Liebe sind auch heute in unseren Beziehungen noch von Bedeutung?

Premiere am Samstag, den 10. Juni 2017 auf der Bühne im Burghof der Burgfestspiele Mayen, letzte Vorstellung ist am 22. August 2017.