Geysir Andernach – Namedy

Kaltwasser Geysirwww.Hotel-Meder.de die Residenz am Rhein in Andernach empfiehlt:

Kaltwasser Geysir in Andernach der höchste seiner Art – weltweit.

Ab Mai 2016 erleben Sie, nach umfangreichen Umbauten und Erneuerungen einen Ausstellungsteil mit dem Titel „Auftakt“.

Die Reise zum Geysir startet dann in einem betriebsamen Steinbruch, in dem Geologen forschen und arbeiten.

Neben neuen Exponaten, die sich mit der Region sowie dem Thema Boden beschäftigen, erhält das Geysir-Zentrum auch einen neuen Multifunktionsraum, der sowohl als erweiterte Ausstellungsfläche als auch für die zahlreichen Schulklassen-Workshops genutzt werden kann.

Ein Spalt in der Wand gibt den Weg frei, im Fahrstuhl geht es abwärts. Die Gesteinsschichten des Untergrunds rauschen an den Seiten vorbei. Rasch zeigt der Tiefenmesser „1000 Meter“, bald „4000 Meter“. In dieser Tiefe herrschen 120 Grad Celsius, doch der Aufzug ins Erdinnere scheint gut gedämmt, von der Hitze ist nichts zu spüren. Manche Besucher klagen jedoch über Ohrendruck – die Illusion funktioniert:

Der Lift ist natürlich nicht 4 Kilometer unter die Erde geschnellt. In Wahrheit transportiert er die Gäste in den 2. Stock der Ausstellung. Filmanimationen haben die Fahrt ins Erdinnere nur simuliert.

Vor dem Fahrstuhlausgang eröffnet sich ein geologisches Gruselkabinett. Bedrohliche Brodelgeräusche. Ein Spalt in der Wand gibt den Blick in einen Abgrund frei: Darin wogt – scheinbar – glühendes Magma auf und ab. Aus dem Spalt dringt warmer Wind. Der Besucher wähnt sich nahe der Magmablase, aus der das Kohlendioxid perlt, das als Treibstoff für den Kaltwassergeysir fungiert.

Aufwärts, dem Geysir entgegen. Das Gas strömt durch Gesteinsritzen nach oben, entsprechend eng wird es nun. Besucher zwängen sich zwischen schwarzen Sandsäcken hindurch wie das Kohlendioxid durchs Krustengestein. Dann treiben jede Menge Luftblasen auf dem dunklen Boden, eine Lichtprojektion. Sie huschen weg, wenn sich Menschen nähern; tritt man drauf, zerplatzen sie. Kinder jagen die Blasen, machen das Erdinnere zu einer Tanzfläche.

Dann ein Schild: „500 Meter unter der Erde“. Es plätschert – das vertraute Geräusch von Wasser nach all den mysteriösen Phänomenen zuvor, den Magmaschläuchen, Vulkangasen und schmelzenden Erdplatten. Ein blauer Raum. Besucher spielen auf einer Orgel, die statt Melodien Wassergeräusche erzeugt. Es rauscht, blubbert und gluckert. Lichtblasen schweben an den Wänden. Kohlendioxid vermengt sich 350 Meter unter Andernach mit Grundwasser, das Gemisch des Geysirs ist angerichtet.

Kann man mit eigener Kraft den Geysir ausbrechen lassen? Eine 60 Meter hohe Fontäne erzeugen? Röhren voller Wasser stehen bereit. Doch Menschenhänden fehlt die Kraft, trotz heftigen Pumpens fördern sie nur Zwerg-Geysire. Aber das Prinzip des Kaltwassergeysirs lässt sich hier beobachten: Grundwasser dringt in ein Loch, Kohlendioxid drückt es nach oben. Je höher das Gemisch steigt, desto weniger Wasser lastet auf ihm – die Gasblasen quellen auf. Wie bei einer Explosion reißen die Blasen das Wasser in die Höhe bis zum Ausbruch.

Mit etwa 100 Stundenkilometern schießt der Schaum gen Himmel. Der Geysir fördert 30-mal mehr Kohlendioxid als Wasser. Haben sich wieder genügend Wasser und Gase gestaut, kommt es zum nächsten Ausbruch.

Raus aus der Illusion, rauf aufs Schiff. Die MS Namedy bringt die Besucher nach einer viertelstündigen Fahrt zur Halbinsel Namedyer Werth. Hier speit er Wasser, der echte Geysir. Ein spektakuläres Schauspiel.

Etwa alle 100 Minuten schießt mit Zischen und Gurgeln eine eindrucksvolle Wasserfontäne aus der Erde und erreicht eine Höhe von bis zu 60 Metern. Wenn Sie nahe genug herangehen, können Sie es auch riechen und schmecken.

Der Strahl ist ein Gemisch aus fünf Prozent Wasser und 95 Prozent Kohlendioxid und funktioniert ähnlich wie eine übersprudelnde Mineralwasserflasche.

Beim Kaltwasser-Geysir in Andernach transportiert das Kohlenstoffdioxid (CO2) das Wasser fontänenartig nach oben. Das CO2 stammt aus dem Magma-Vorkommen des noch relativ jungen Vulkangebietes der Osteifel. Im Bereich des Namedyer Werth verursachten „geologische Großstörungen“ Risse und Klüfte, die in dem sonst undurchlässigen Schiefergestein Aufstiegsbahnen für das vulkanische CO2 entstehen ließen. Dieses Gas trifft mehrere hundert Meter unter der Erdoberfläche auf kaltes Grundwasser. Beides mischt sich.

Staunend beobachten Besucher die Fontäne. Knapp zehn Minuten lang schießt das Wasser in die Höhe – genug Zeit, den Geysir von allen Seiten zu bestaunen und Fotos zu machen. Platschend fällt das Wasser wieder zu Boden, sammelt sich zwischen den Steinen. Die Pfützen sehen milchig aus: kleinste Schieferteilchen, die das Wasser auf seinem Weg an die Erdoberfläche aufgenommen hat. Es ist ein Wunder der Natur, hier im Naturschutzgebiet auf dem „Namedyer Werth“ bei Andernach.

Im beginnenden 20. Jahrhundert wurden erstmalig aufsteigende Gasblasen im toten Rheinarm der Halbinsel „Namedyer Werth“ beobachtet. Bei einer ersten Bohrung um 1903/1904 zur Erschließung des Kohlensäure/Wasservorkommens „sprang“ der Namedyer Sprudel das erste Mal um die 40 m hoch. Neben der gewerblichen Nutzung des Kohlensäure-Vorkommens wurde dieses einmalige Naturschauspiel schon 1912 auch touristisch erschlossen. So existierten gastronomische Betriebe am Rande des Geysirs, ferner wurden regelmäßig Reiterfeste veranstaltet.

Durch den ersten und zweiten Weltkrieg wurden an dem Kaltwassergeysir erhebliche Schäden verursacht. In der folgenden Zeit kam der Geysir im Jahr 1957 nach zusätzlichen technischen Problemen endgültig zum Erliegen.

Um eine Vorstellung vom Kaltwassergeysir (im Jahre 2008 ins Guinness Buch der Rekorde als größter seiner Art eingetragen) zu bekommen oder sich einzustimmen, schauen Sie doch einmal unter:

www.YouTube.com – Suchbegriff: Geysir Namedy – nach.

oder bei SPIEGEL ONLINE Geysir-Duell: Island gegen Andernach.
Es blubbert und spritzt auch in Rheinland-Pfalz: Warum nach Island fliegen, wenn es in Andernach einen Geysir gibt, der viel höhere Wasserfontänen ausspuckt? SPIEGEL ONLINE bittet zum Duell der Springquellen….

Nach dem Erlebnis des Geysir-Sprungs bringt Sie die MS Namedy wieder zurück in die Andernacher Rheinanlagen vor dem Hotel Meder.

Eintrittspreise inklusive Besuch des Geysirs (Transport per MS Namedy auf dem Rhein)

15,00 € Erwachsene

9,80 € Schüler

12.50 € Familienpreis für Erwachsene, 9,00 € für Kinder, <1 m frei.

13,00 € Seniorenangebot, montags ab dem 65. Lebensjahr.