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Bendorf-Sayn – Urbar – Festung Ehrenbreitstein, ein Probelauf auf dem „Rheinsteig“

Die Wanderung startet im fürstlichen Schlosspark in Bendorf-Sayn. Sie gehen die Außentreppe des Schloss-Restaurants hinauf zur Burg Sayn mit Falknerei, Burgkapelle und Burgschänke (mittwochs – sonntags von 11.30 - 18 Uhr geöffnet).

Von hier genießen Sie einen fantastischen Ausblick über das gesamte Neuwieder Becken. Weiter geht´s den Waldweg hinauf. Das Rheinsteig-Logo -ein geschwungenes weißes „R“ auf blauem Grund- weist Ihnen den Weg.

Die Wegeführung ist recht anspruchsvoll. Steige, Pfade, Aufstiege, Abstiege wechseln einander ab. Ohne festes Schuhwerk ist hier nichts zu machen.

Nach einer Weile erreichen Sie den Pfadfinder-Zeltlagerplatz im Brexbachtal. Eine Infotafel weist auf dessen Gründer Häns Brog hin. Über eine kleine Brücke queren Sie den Brexbach und wandern steil aufwärts, bis Sie den Limes mit Römerturm erreichen.

Hier auf der markanten Höhe des Pulverberges, der nach Westen hin steil in das Tal des Brexbaches abfällt, bietet der Römerturm eine hervorragende Fernsicht. Von da bot sich dieser Berg als Standort für einen Wachposten schon in römischer Zeit an, die Vorlage für den Römerturm lieferte die Abbildung eines Wachturmes auf der Traian-Säule in Rom. Der Steinturm hatte außen 4,60 Meter lange Seiten und eine Mauerstärke von 80 cm. Rund um den Turm verläuft ein Ringgraben. Die Fundamente dieses Turmes wurden konserviert und blieben erhalten. In etwa 10 Meter Abstand wurde im Jahr 1912 ein Aussichtsturm in der Bauweise des Limeswachposten errichtet.

Weiter geht’s über den Waldlehrpfad bevor Sie nach ca. 90 Minuten die Waldgaststätte Meisenhof mit seinem Biergarten erreichen. Über eine Hochfläche geht’s hinab in das Wenigerbachtal, Sie tangieren Bendorf und das Hedwig-Dransfeld-Haus, biegen links ab in die Straße „Im Großbachtal“. Am Reiterhof queren Sie die L 307. Aus der Ferne erkennen Sie den Kirchturm von Weitersburg.

Nach Unterquerung der Autobahn A 48 biegt der Rheinsteig rechts ab und führt durch das Meerbachtal zur Schnatzenmühle. Um diese wandern Sie fast ganz herum und folgen dem Pfad hinauf zum Wüstenhof (montags Ruhetag). Nach rund 3 ½ Stunden haben Sie sich eine Stärkung auf der Gartenterrasse verdient. Bei einem kühlen Getränk schweift der Blick hinab ins Rheintal. Selbst Goethe war hier bereits zu Gast und soll –so die Geschichte- hier sein „Heideröslein“ gedichtet haben.

An der Hangkante entlang gelangen Sie wieder ins Meerbachtal und wandern bachparallel nach Vallendar. An der Kneipp-Kuranlage und der dreischiffigen Pfarrkirche St. Marcellinus und Petrus vorbei geht’s die Kirchstraße hinunter zum Rathausplatz mit seinen zahlreichen Fachwerkhäusern.

Nach Querung der Nepomuk-Brücke verlassen Sie Vallendar durch die Straße „Am Gilgenborn“. Hier geht’s wieder bergauf zur Theologischen Hochschule und dann ins Wambachtal. Vorbei am Bischofsbour. An dieser Stelle soll -so die Sage- ein Bischof nach erfolgloser Jagd gotteslästerlich geflucht haben und mit seinem Pferd in einer Erdspalte versunken sein. Gleich darauf tat sich ein sprudelnder Quell auf.

Durch Wald und Flur erreichen Sie Mallendarerberg. Sie passieren das dortige Freibad, die Tennisplätze und wandern über landwirtschaftliche Wege zum Kammrädchen in Urbar. Von hier geht’s per Bus wieder retour (Busse der RMV verkehren im Stundentakt nach Koblenz Hbf.) oder Sie wandern weiter bis zur Festung Ehrenbreitstein, die Sie nach weiteren 2 Kilometern erreichen.

Eine rund 6 stündige, anspruchsvolle Wanderung liegt hinter Ihnen.

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